Leitung

Marina Kerdraon-Dammekens steht in einem Park und lächelt frontal in die Kamera
Marina Kerdraon-Dammekens, Leitung des kammerchors orchi e balene (c) Ann-Catherine Beyer 2025

Marina Kerdraon-Dammekens wurde in Frankreich geboren und wuchs in der Bretagne auf. Sie lebt seit 2011 in Berlin, wo sie als Chorleiterin und Sängerin tätig ist.

Die Begegnung in ihren ersten Studienjahren mit Werken von Josquin Desprez weckte ihre Neugier für das Vokalrepertoire der Renaissance. Seitdem hat sie ihren musikalischen Schwerpunkt auf die Alte Musik gesetzt.

Ihren ersten Musikunterricht bekam sie als Kind am Konservatorium von Brest in den Fächern Klarinette und Solfège (Notenlehre). Später kamen Kontrabass, Gesang und Chorleitung hinzu. Schon früh sang sie in den dortigen Kinder- und Jugendchören und war in der Saison 2010/2011 festes Mitglied im Opernchor von Rennes.

So wurde das Singen im Ensemble zur zentralen Achse ihrer musikalischen Laufbahn. Dort bildete sie von Kindheit an ihre Stimme aus; lernte, sich in den Chorklang einzufügen; schärfte ihre musikalische Flexibilität und ein genaues Zuhören. Diese Aspekte des Chorsingens bilden heute den Grundstock ihrer Arbeit als Chorleiterin.

Nach einem Grundstudium der Kunstgeschichte und Religionswissenschaften an der Freien Universität Berlin schloss Marina Kerdraon-Dammekens ein Musikstudium an der Universität der Künste Berlin 2025 mit dem Master in Chor- und Ensembleleitung ab und absolvierte ergänzend ein zweijähriges Aufbaustudium in Barockgesang am Institut für Alte Musik der UdK Berlin.

Marina Kerdraon-Dammekens leitet mehrere Chöre in Berlin und hat seit dem Sommersemester 2024 einen Lehrauftrag im Fach Musiktheorie und Gehörbildung an der Universität der Künste inne. Als Sängerin ist sie vor allem solistisch und im Bereich der Alten Musik zu erleben, unter anderem mit ihrem Ensemble I sogni.

Markus Wettstein beim Dirigieren
Markus Wettstein, Leitung des kammerchors orchi e balene 2000 bis 2026

Markus Wettstein leitete den kammerchor orchi e balene von 2000 bis 2026. Er wurde bei Zürich geboren, studierte an den Musikhochschulen Luzern und Basel Chorleitung, Schulmusik und Komposition und besuchte Dirigier-Meisterkurse in England, Deutschland und Frankreich. Er unterrichtete Musiktheorie an der Musikakademie Basel und Improvisation an der Musikhochschule Zürich.

2003 gründete er den Kammerchor hortus vocalis, mit dem er bis 2011 durchkomponierte Konzertprogramme Alter und Neuer Musik erarbeitete – etwa mit Werken von Machaut, Dufay, Isaac, Tallis, Marenzio, Monteverdi… sowie einer Uraufführung von James Etherington. 2005–2012 war er Leiter des choeur diplomatique im Auswärtigen Amt. 2012 arbeitete er mit den Chören der Philharmonie Jekaterinburg (Russland), mit denen er ein Programm Deutscher Chormusik aufführte. An der dortigen Musikhochschule leitete er ein Seminar zum selben Thema. Mit dem Deutsch-Französischen Chor Berlin führte er chorsinfonische Werke von Poulenc, Puccini, Mendelssohn und Mozart auf, unter anderem mit dem Staatssinfonieorchester Kaliningrad.

Markus Wettstein ist gleichermaßen als Komponist tätig und schreibt neben instrumentaler Kammermusik und Chorwerken auch für Orchester und das Vokale Musiktheater. 2012 arbeitete er als Composer-in-Residence mit dem Ensemble Thingamajigs in San Francisco. 2010 gründete er das ensemble xenon für Neue Musik, mit dem er seitdem weit mehr als 50 neue Werke uraufführte. Von 2019 bis 2026 war er Lehrbeauftragter der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin für Tonsatz und für Gehörbildung am Musikgymnasium Carl Philipp Emanuel Bach.